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Klodwig - BMW

Vor 48 Jahren startete beim großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring ein privater BMW Formel 2 mit Mittelmotor - Start Nr. 121 - der letzte, ganz hinten! Die offizielle Starterliste wies aus: Ernst Klodwig, Berlin, BMW - Heck. Klodwig kam aus dem früheren Ost - Berlin. Als nach 18 Runden "Grüne Hölle" das Rennen abgewunken wurde, und Ascari auf Ferrari als Sieger feststeht, da ist Ernst Klodwig immer noch unterwegs. Mit drei Runden Rückstand fällt schließlich auch für ihn das schwarzweiß-karierte Tuch. Obwohl so nur ein zwölfter und letzter Platz für ihn herausschaut, ist es dennoch ein Achtungserfolg. Schließlich haben von den 30 gestarteten Rennern nur 12 durchgehalten. Das war im August 1952. Im Jahr darauf versuchte Ernst Klodwig erneut sein Glück. Von 35 gestarteten Wagen kommt er wieder ans Ziel, als 16ter! Knapp über 120 PS - zu wenig, wenn man die 180 PS des Ascari- Ferrari in Betracht Zieht. Dem serienmäßig 80 PS starken BMW 328 - Motor verpaßte Klodwig einen von ihm modifizierten Zylinderkopf, Mahle Rennkolben, eine gleitgelagerte Spezial-Kurbelwelle und erleichterte Pleuel, das brachte dann 120 PS. Wenn er auch im "Westen" lediglich Achtungserfolge erzielte, so zählte er doch im Osten Deutschlands zur allerersten Garnitur. Überliefert ist etwa ein zweiter Platz bei einem Rennen in Dessau.
Ein BMW-"Silberpfeil", der durchaus als Urahn des BMW eigenen Formel 2 von 1967 gelten kann?.

(aus Motor Klassik 9 / 1992)